Das Probenwochenende 2009 in München
Lieber Fegerinnen und Feger,
für alle Daheim- und Zurückgeblieben sowie natürlich für alle mitreißend Mitgereisten nun ein kleiner Rückblick.
Planung:
Alle die schon auf der Reise nach Linz waren, rechtzeitig zurückgepfiffen und in die bayerische Landeshauptstadt beordert. Glückliches Zusammentreffen von Feger-Wochenende und Meisterschaftsfinale. Wochenende mit Event-Charakter.
Feger-WE-Organisation:
Die Kadetten Merbach, Freisler und Raidler (ein wunderschöner schwäbischer Name!) haben sich freundlicherweise bereit erklärt, bei der Stadtsparkasse München die Reservierung für den Camping-Platz vorzunehmen (Direkt-Reservierung impossible) und den Neubewerbern Anweisungen zu geben, in welcher Reihenfolge sie Zelte, Grills und Frühstücksbuffet aufzubauen hatten.Der Camping-Platz war wohl besonnen ausgewählt (einziger in München) und dementsprechend gemütlich. Neben ein paar Holländern und uns war der Platz vorwiegend von Bad Homburgern besucht. (Wortspiele mit dem Nummernschild sind möglich, aber unerwünscht).
Freitag:
Nach der allgemeinen Wiedersehensfreude wurde tatsächlich eine erste Probe eingelegt und den Neuen der Unterschied zwischen Besen, Trommel, Flöte und Schellenring erklärt.Highlight: Das Vorflöten der Neubewerber (Wischen, war Hausaufgabe). Klappte gut. Ein Feger wird mit den Worten zitiert: "Das klingt ja, als würde man einen Sack mit Katzen gegen die Wand schlagen".Nach gemütlichem Grillabend ging es ab in die Stadt. Erwartungsgemäß wurde unserer Gruppe, bestehend aus fünfzehn wohlduftenden Männern, sofort in der "IN-Kneip" Barschein Einlass gewährt. Wir wurden vom Türsteher freundlich empfangen. Mit der Freundlichkeit wars auch dann erst vorbei als die Kollegen Lahode, Freisler und Funk vom Sekundenschlaf auf dem Barhocker erfasst wurden.
Samstag:
Aufstehen klappte pünktlich. Frühstück lies auf sich warten. Minuspunkt für die Neubewerber: Zu viel Süßes, zu weing Deftiges gegen den Kater (Gulaschsuppe wurde erwartet, Schokopudding mit Sahne geliefert). Probe VOR dem Campingplatz stieß auf Unmut bei diversen Straßenkötern, allen voran Wolfgang R. aus B. Die Komede konnte aber beigelegt werden, alle Märsche sitzen.Einstudiert wurde auch der neue, am Kreativ-Wochenende entwickelte Marsch. Alle Nichtanwesenden können sich darauf freuen, an Schützen damit überrascht zu werden! Gutes Ding!
Bundesliga-Finale:
Geladen wurde in die gemütliche Schwaben-Fankneippe "SAX GmbH". Treffpunkt aller, die überraschend vom willkürlichen Stadionverbot erfasst wurden. Ins Auge stachen vor allem die sympathischen Zeitgenossen der Fangemeinschaft "Neckar-Fils"... ich empfehle auf deren Homepage die Registerlasche "Bilder". Das muss man gesehen haben.Alle die sich mit Bayerntrikot reingetraut haben, hatten nur kurz ihren Spaß. Allerdings durften sie ihr Trikot großzügigerweise noch ausziehen bevor es verbrannt wurde.Ich war ja, Riddler sei Dank, vorgewarnt und mit im neutralen Bud-Spencer-Dress aufgeschlagen und habe meine Jubelschreie unterdrückt, als Bayern getroffen hat. Der Bayernsieg war übrigens nach einhelliger Meinung in der Boiz nur dem Schiedsrichter zuzuschreiben. "Do wirsch ständig bschissa!".
Sonntag:
6:30: Porsche-Sound ertönt und Robin war nicht mehr gesehen.(Er hat angesichts ca. 70km Stau auf der A8 am Nachmittag genau die richtige Maßnahme ergriffen).Nach dem gemütlichen Frühstückskaffee im campingplatzeigenen Selbstbedienungskaffee mit Isar-Terasse (Filterplörre mit Kodenzmilch) wurde auch nochmal geprobt (jetzt sitzt sogar der Wischen mit neuer Flaschenbesetzung).Gruppenfoto wurde dann neben der "stehenden Welle" via Selbstauslöser (Jojo wurde vermisst) auch noch gemacht. Allerdings diesmal ohne Rauch "lecked mi doch alle am Arsch, I zünd nie wieder irgendebbas an".Siehe Anhang.
Awards:
Positiv-Kreativ-Award: Wurde ursprünglich Frank M. verliehen bis in der Jury-Sitzung bekannt wurde, dass der neue Marsch beim Vorglühen bei Wolfgang R. im Wohnzimmer entstanden ist. Wird nächstes Jahr neu ausgeschrieben.Negativ-Kreativ-Award: Schlechtester Einmarsch seit 1937. "Einparken". Gechancelt.Motivationsaward: Dave P. mit der geringsten Punktzahl seit Bestehen der kleinen Feger.Negativ-Organisations-Award: Jörn F. für die schlechteste Auswahl der Abendessen-Gaststätte seit das Golden Nugget geschlossen hat. Hab den Namen Gott sei Dank wieder vergessen. Jedenfalls haben sie ihre Preise der Wirtschaftskrise angepasst. Leider wurden auch 5 von 6 Küchengehilfen rausgeschmissen, weshalb wir 90 Minuten auf latschige Putenschnitzel mit labbrigen Pommes warten mussten.Putz-Award: Camping-Platz-Dusche. Ist laut Aushang zwischen 13 und 15 Uhr wegen Reinigung geschlossen. Leider immer nur am fünften Sonntag im Monat. Dementsprechend sahs dann auch aus.
Resume:
Eines der besten Wochenenden seit langem. Entspannte kleine Runde, die Raum lies für produktives Arbeiten ohne dass der Spaß zu kurz gekommen wäre. Wir dürfen uns auf Schützen 2009 freuen und davon ausgehen, dass 40er Aktionen ein einmaliger Ausrutscher bleiben.
J. F.,
SWR Studio München Süd